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Weinland PORTUGAL

WEIN & KULINARIK

PORTWEIN DAS JUWEL AUS DEM DOURO-TAL

DIE BEDEUTUNG DES WEINBAUS

 

WEINLAND PORTUGAL

 

„Zehn Tage dauerte unsere Reise durch Portugal. Sie begann in Porto, führe über die Terrassen-Rebkulturen in den monumentalen Douro-Flusslandschaft und endete in den weitgezogenen, grünen Hügeln des Alentejo mit den weiss gekalkten Lehmhäusern. Am Schluss fanden sich über 400 Weinbeschreibungen im Notizbuch, viele davon euphorisch mit einem Ausrufezeichen versehen—und nur gerade 15 dieser Notizen betrafen Weine aus internationalen Modesorten wie Chardonnay, Cabernet Sauvignon oder Syrah. Darum glaube ich: Ich habe in Portugal die Zukunft des Weinbaus gesehen. Es ist eine Zukunft, die uns aus der globalen Sackgasse des Einheitsgeschmacks hinausführen kann. Hier sitzen die Winzer auf einem immensen Schatz, dessen Wert sie eben erst selber staunend realisieren. Ihre Edelsteine heissen Touriga Nacional, Tinta Roriz, Tinta Cão, Baga, Bastardo, Alfrocheiro, Jaen, Periquita oder Trincadeira. Kein anderes Weinland der Welt hat eine vergleichbare Vielfalt an hochwertigen, autochthonen Rotweinsorten. (Zitat von Thomas Vaterlaus im VINUM)

 

Durch welche Region Portugals man auch reist, überall ist unverkennbar, dass der Weinbau für das Land eine besondere Rolle spielt.

 

In der Tat begleitet der Wein seit Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden den Alltag der Portugiesen. Er gehört zum portugiesischen Volk und ist deshalb Bestandteil seiner kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Tradition. Die Portugiesen kennen und schätzen ihren Wein natürlich seit jeher, aber erst in den letzten Jahren ist es—dank der äusserst erfolgreichen Zusammenarbeit von Erzeugern, Önologen, Händlern, Verbrauchern, Verwaltungsbehörden und anderen Institutionen—gelungen, die Qualitätssteigerung zu erzielen, die ihm (abgesehen vom Portwein) schon lange zusteht.

 

Der nationale Markt reagierte sehr positiv auf diese Aktion und auch im Ausland erzielt der portugiesische Wein seit einigen Jahren ungeheure Erfolge, und das obwohl er sich einer ständig wachsenden Konkurrenz gegenüber sieht. Das Land Portugal mit den Inselgruppen Madeira und den Azoren hat mit ca. 91.000 Quadratkilometern Grundfläche etwa einen Viertel der Grundfläche Deutschlands.

 

Die Rebfläche Portugals aber beträgt mit ca. 260.000 Hektar das Zweieinhalbfache der deutschen Rebfläche. Dieses kleine Zahlenspiel dokumentiert in eindrucksvoller Weise die Bedeutung des Weinbaus für Portugal und die portugiesische Bevölkerung. Obwohl in Portugal wie in zahlreichen klassischen Weinbauländern eine rückläufige Tendenz des Pro-KopfVerbrauchs von Wein aufgezeigt wird, bleibt die Bedeutung des Weinbaus für viele Bereiche des alltäglichen und des gesellschaftlichen Lebens bestehen, da gleichzeitig eine Tendenz zum Verbrauch und Export von hochwertigem Qualitätswein zu verzeichnen ist.

 

Das Herz aller Portugiesen schlägt für ihren Wein, egal ob für jungen, frischen, reduktiv-moderneren oder die gereiften, mehr traditionell ausgerichteten Weintypen. Zwischen diesen Polen gibt es eine unendliche Zahl verschiedener Geschmacksrichtungen und qualitativer Abstufungen, die durch die unterschiedlichen Möglichkeiten von Gebietsherkunft, Rebsorte und die individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Weinmacher geprägt sind. Der gesellschaftliche Wandel der vergangenen Jahrzehnte hat auch in Portugal zu einer zunehmenden Ballung der jüngeren und konsumfreudigen Bevölkerung in den grossen Städten geführt.

 

Der dort international geprägte Lebensstil findet seinen kulinarischen Ausdruck mehr und mehr in den weltweit bevorzugten Stilrichtungen von Wein und Speise. Die traditionelle portugiesische Sensorik wird um Varianten erweitert, die einem global erfahrenen und praktizierten Lebensstil zuzuordnen sind.

 

Das traditionelle Rebsortenspektrum wurde um die weltweit bekannten Rebsorten wie Cabernet Sauvignon oder Chardonnay erweitert, ohne aber die traditionellen Rebsorten zu vernachlässigen. Man kann noch heute davon ausgehen, dass in Portugal rund 250 autochthone Rebsorten in der Weinerzeugung verwendet werden. Eine Vielfalt, die sich im Charakter der Weine wiederfindet und Portugal im Vergleich zu anderen Weinbauländern eine absolute Sonderstellung gibt. Weltweit gibt es sehr unterschiedliche Qualitätssysteme, das fertige Erzeugnis, den Wein, zu klassifizieren.

 

Meist qualifiziert sich der Wein durch seine Herkunft aus einem bestimmten Gebiet oder durch die Ausprägung bestimmter Werte wie etwa dem Mostgewicht (Zuckergehalt des Mostes), von denen man aufgrund der Erfahrung annimmt, dass sie einen besonderen Einfluss auf die spätere Weinqualität haben. Auch die Kombinationen der Herkunft mit der gemessenen Qualität finden sich in den Klassifikationssystemen der Weinbauländer wieder.

 

In Portugal hat man sich sehr früh, nämlich bereits 1756, für das System der Gebietsklassifikation entschieden. Unter der Ägide des damaligen Premierministers Marquês de Pombal wurde für Portwein das erste Qualitätsweinbaugebiet der Welt im Dourotal definiert. Traditionell reich an heimischen Rebsorten, verschiedenartige Böden und unterschiedlichem Kleinklima, findet sich in den Qualitätsweingebieten daher eine weltweit einzigartige Vielfalt.

 

Wie auch bei der Entwicklung landestypischer Speisen zeigt sich, dass die oft noch sehr ursprüngliche Natur und vorhandene knappe Ressourcen, gepaart mit Kreativität und Einfallsreichtum der Winzer, zu einem wunderbaren Gedeihen von Vielfalt führen. Die Entwicklung der individuellen Geschmacksrichtungen der Weine ging, historisch gesehen, in den Weinbaugebieten Portugals einher mit der Ausprägung der für die Regionen typischen Speisen. Wie in kaum einem anderen Weinbauland der Welt kann man daher immer wieder feststellen, dass portugiesische Weine auch in der Verbindung mit geeigneten Speisen ihre Qualität und Eigenart voll entfalten und diese im vollen Geschmacksumfang unterstützen.

 

Portugal ist mit einer Fläche von rund 92.000 Quadratkilometern nur wenig größer als Österreich. Der Weinbau hat hier eine über zweitausendjährige Geschichte. Lange bevor die Römer im südwestlichsten Teil ihres Imperiums die Provinz Lusitania gründeten, hat ten die Phönizier aus Nordafrika und dem vorderen Orient ihre Kenntnisse der Weinerzeugung ins Land gebracht.

 

So sind zum Beispiel im Alentejo, der zwischen Lissabon und Nordalgarve gelegenen größten - und mit 3.000 Sonnenstunden pro Jahr wärmsten - Provinz Portugals, noch heute uralte Methoden der Weinbereitung aus der Römerzeit lebendig, wie die Gärung in riesigen Ton-Amphoren, den talhas.

 

Bereits 1756 wurde in Portugal auf Initiative des damaligen Premierministers Marquês de Pombal mit der Gründung einer Portweingesellschaft im Douro-Tal das erste definierte Qualitätsweinbaugebiet der Welt festgelegt. Bis heute bietet das Weinbauland eine beispiellose Vielfalt von Weinlandschaften, Rebsorten und Weinen. In Portugal gibt es derzeit 40 definierte Qualitätsweinregionen, die sogenannten VQPRD-Regionen ("Vinhos de Qualidade Produzidos ein Regiäo
Determinada"). 15 davon sind höher eingestuft und tragen die Bezeichnung "Denominação de Origem Controlada" (DOC), die ungefähr der französischen Klassifikation "Appellation d'Origine Controlée" entspricht. Die wichtigsten sind: Vinho Verde, Douro, Bairrada, Dão, Setübal, Alentejo und Madeira.

ihrer Qualitätsphilosophie unter Beweis zu stellen. Nach fünf Jahren kontinuierlicher Qualitäts entwicklung Lind entsprechender Erfolge am Markt, kann den IPR-Regionen der DOC-Status verliehen werden.

 

Seit alters her haben sich in Portugal Natur und Mensch bei der Weinerzeugung wundervoll ergänzt und einen unvergleichlichen Reichtum geschaffen: Über 500 einheimische Rebsorten, von Alvarinho bis Trincadeira, von Baga bis Touriga Nacional lassen in den einzelnen Regionen im Zusammenspiel von klimatischen Bedingungen Lind Beschaffenheit der Böden Weine gedeihen, deren Typen- und Geschmacks vielfalt in kaum einem anderen Anbauland der Welt zu finden sein dürfte.

 

Dies ist jedoch nicht der einzige Weltrekord, den das Weinparadies Portugal hält: Mit fast 400.000 Hektar Rebfläche sind rund 4 Prozent des Landes ausschließlich dem Weinbau gewidmet, ein höherer Anteil als in jedem anderen Land der Erde. Nicht zuletzt spricht daraus die tiefe Leidenschaft der Portugiesen fürihren Wein und zwar in jedem Augenblick,den sie ihn von der Rebe bis zur Flasche inunendlicher Geduld und Sorgfalt liebevollbegleiten. Die Früchte dieser einzigartigenWeinkultur lassen das Herz eines jeden Weinliebhabers höher schlagen: Von deneinmalig leichten, jugendlich-frischen Weiß weinen aus der Vinho-Verde-Region oder denfeinfruchtigen Rose-Spezialitäten über die charaktervoll körperreichen Rotweine des Dão und Douro bis hin zu den großen Aperitif und Dessertweinen Port, Moscatel de Setübal und Madeira Traditionsbewußtsein und Dynamik: Das Spektrum an erstklassigen Weinen, mit dem Portugal aufwarten kann, wartet darauf, von Ihnen entdeckt zu werden. Sie werden sehen: Es lohnt sich.

 

DOC: Denominação de Origem Controlada stellt die höchste Stufe der portugiesischen Qualitätsweine dar, entsprechend der französischen AOC-Regelung. Derzeit verfügen 15 Regionen über das DOC-Siegel. IPR: Indicagäo de Proveniencia Regulamentada ist die neu eingeführte zweite Stufe der portugiesischen Qualitätsweine, entsprechend der französischen VDQS-Regelung. Derzeit existieren 25 IPR-Regionen. Am gebräuchlichsten auf Etiketten ist aber die Bezeichnung VQPRD (Vinhos de Qualidade Produzidos em Região Determinada), die für beide Stufen als allgemeine Bezeichnung für Qualitätsweine verwendet wird.

 

Insgesamt 25 IPR-Regionen (Indicação de Proveniencia Regulamentada) bilden eine weitere Stufe geografisch festgelegter Qualitätsweingebiete. Diese 1991 neu eingeführte Bezeichnung, vergleichbar mit der französischen VDQS-Regelung, steht wie keine andere Kategorie für die Aufbruchstimmung des Weinlandes Portugal. Für etliche Anbaugebiete gilt dieser Status nur vorübergehend - als Ansporn für aufstrebende Regionen und kreative Winzer, ihre Fähigkeiten und nicht zuletzt die Nachhaltigkeit.

Die zum Teil erst in jüngster Zeit fest gelegten DOC-Gebiete stellen die höchste Qualitätsstufe für portugiesische Weine dar. Innerhalb dieser Appellationen unterliegt die Weiner zeugung präzisen Kontrollen, die den Werdegang des Weines vom Rebstock bis zum Konsumenten begleiten und dokumentieren. Den unterschiedlichen Voraussetzungen von Terroir und Klima wird mit strengen Vorschriften hinsichtlich empfohlener und zugelassener Rebsorten Rechnung getragen. Ertragshöchstgrenzen, Ausbaumethoden und Lagerzeiten sind ebenfalls auf die jeweiligen Gegebenheiten abgestimmt und werden von den regionalen Weinkommissionen regelmäßig überprüft. Die Echtheit der Weine hinsichtlich ihres Ursprungs sowie ihre kontrollierte Qualität wird Flasche für Flasche mit einer DOC-Banderole garantiert.

 

PORTWEIN