TERRAS
DO SADO-EINE HALBINSEL ZUM DESSERT
Direkt
vor den Toren Lissabons, am gegenüberliegenden Ufer des Tejo,
beginnt das Gebiet derHalbinsel Setübal. Trotz ihrer unmittelbaren
Nähe zur portugiesischen Hauptstadt verharrte die Region lange
Zeit im Dornröschenschlaf, da sie von dort nur mit der Fähre
oder über einen 180 Kilometer langen Umweg zu erreichen war.
Die
Zeit des Erwachens begann 1960, als die Distanz zwischen dem urbanen
Treiben Lissabons und der Beschaulichkeit Setúbals durch
den Bau der berühmten Brücke über den Tejo verkürzt
wurde.
Moscatel Roxo:
Rote Variante der edlen Moscatel-Rebe; ihre Weine sind rar und gelten
als absolute Spezialität.
Periquita:
(Custelho Francês):
Bringt Rotweine von dichter Farbe, viel Frucht und nachhaltigen
Tanninen hervor.
Moscatel de Setúbal:
Vielseitige Rebsorte mit fruchtigem Aroma, sortenrein im gleichnamigen
Desscrtwein
ausgebaut.
Eine
zweite Verbindungsader zur Hauptstadt erhielt die Region anläßlich
der letzten Weltausstellung dieses Jahrhunderts, der EXPO '98 in
Lissabon.
Es
ist die längste Brücke Europas und sie trägt den
Namen des portugiesischen Entdeckers Vasco da Gama. Die traditions
reichen Weine der Halbinsel, der berühmte Moscatel de Setübal,
die charaktervollen und lagerfähigen Rotweine sowie die angenehm
frischen, modernen Weißweine finden nicht zuletzt durch diese
"Brücken" immer mehr Freunde und Liebhaber.
Moscatel
de Setúbal
Für
die Produktion des berühmten Dessertweines ist nur eine rund
100 Hektar umfassende Anbaufläche zugelassen, die entlang der
Hänge der Arrábida-Berge und in der Ebene um die Stadt
Palmela liegt. Moscatel de Setúbal wird aus der gleichnamigen
Rebsorte gewonnen, die auch unter dem Namen Muscat d' Alexandrie
bekannt ist. Weine aus der roten Rebsorte Moscatel Roxo sind rar
und gelten als absolute Spezialität. Die Gärung wird durch
den Zusatz von Weingeist gestoppt, wodurch eine natürliche
Restsüße bewahrt wird und der Alkoholgehalt auf rund
18 Volumen prozent steigt. Sein typisches Setúbal Aroma erhält
der Moskateller-Wein durch die intensiv aromatischen Traubenschalen,
die im Anschluß an die Gärung zugegeben und fünf
bis sechs Monate lang im Wein eingemaischt werden. Anschließend
wird der Moscatel noch mindestens zwei, vielfach jedoch vier oder
fünf Jahre in großen Eichen fässern gelagert und
reift so zu einem bernstein- bis orangefarbenen Wein mit un nachahmlich
würzigen, an Rosinen erinnernde Aromen heran. Die Spitzenqualitäten
des Moscatel de Setúbal werden meist erst nach 20 Jahren
Faßreife abgefüllt.
Palmela
Daß die Region auch für ihre hervorragenden Tafelweine
bekannt wurde, ist nicht zuletzt auf die Experimentierfreudigkeit
der Winzer zurückzuführen. Unter der fachkundigen Anleitung
internationaler Önologen begann in den achtziger Jahren die
grundlegende Modernisierung des Weinbaus.
Heute produziert die Region vor allem körper und tanninreiche
Rotweine aus den weit
verbreiteten Rebsorten Periquita, Espadeiro und Monvedro. Es bewähren
sich auch internationale Rebsorten wie Cabernet Sauvignon und Merlot,
mit denen bemerkenswerte Ergebnisse erzielt werden. Unter den Weißweinen
findet man immer mehr trocken oder halbtrocken ausgebaute, fruchtige
Weine mit feinem Muskat Bouquet, die die Vielseitigkeit der Moscatel-de-Setúbal
Traube unterstreichen.
Die wichtigsten Rebsorten:
DOC Setúbal: Moscatel de Setúbal (Weiß) und
Moscatel Roxo (Rot)
Palmela
Rot: Alfrocheiro Preto, Bastardo, Cabernet Sauvignon, Periquita
(João de Santarém, Castelão Francês)
und Trincadeira Preta
Palmela
Weiß: Arinto, Fernão Pires, Moscatel-de-Bago-Miúdo,
Moscatel de Setúbal, Moscatel Roxo, Rabo de Ovelha, Tamarez
und Vital
Reifezeit in Monaten mind. 24 Monate
DOC: Denominação de Origem Controlada stellt die höchste
Stufe der portugiesischen Qualitätsweine dar, entsprechend
der französischen AOC-Regelung. Derzeit verfügen 15 Regionen
über das DOC-Siegel. IPR: Indicação de Proveniência
Regulamentada ist die neu eingeführte zweite Stufe der portugiesischen
Qualitätsweine, entsprechend der französischen VDQS-Regelung.
Derzeit existieren 25 IPR-Regionen. Am gebräuchlichsten auf
Etiketten ist aber die Bezeichnung VQPRD (Vinhos de Qualidade Produzidos
em Região Determinada), die für beide Stufen als allgemeine
Bezeichnung für Qualitätsweine verwendet wird.
Ihre pikante Säure und ihr kräftiger Alkoholgehalt verleihen
ihnen zudem
gutes Alterungspotential. Neben dem klassischen, mehrere Jahre gereiften
Dão findet man auch immer mehr leichtere, frisch-fruchtige
Weißweine,
die dem Trend zu unkomplizierten Weinen entsprechen.
Die wichtigsten Rebsorten:
Rot: Alfrocheiro Preto,
Alvarelhão, Aragonez
(Tinta Roriz), Bastardo, Jaen, Rufete, Tinto Cão, Touriga
Nacional und Trincadeira Preta
Weiß: Barcelo, Bical, Cerceal, Encruzado, Malvasia Fina (Arinto
do Dão), Rabo de Ovelha, Terrantez, Uva Cão und Verdelho
DOC: Denominação de Origem Controlada stellt die höchste
Stufe der portugiesischen Qualitätsweine dar, entsprechend
der französischen AOC-Regelung. Derzeit verfügen 15 Regionen
über das DOC-Siegel. IPR: Indicação de Proveniência
Regulamentada ist die neu eingeführte zweite Stufe der portugiesischen
Qualitätsweine, entsprechend der französischen VDQS-Regelung.
Derzeit existieren 25 IPR-Regionen. Am gebräuchlichsten auf
Etiketten ist aber die Bezeichnung VQPRD (Vinhos de Qualidade Produzidos
em Região Determinada), die für beide Stufen als allgemeine
Bezeichnung für Qualitätsweine verwendet wird.