MADEIRA-PARADIESISCHER GENUSS
Madeira - die Insel des ewigen Frühlings, ein Wunder der Natur im Atlantischen Ozean, rund 700 Kilometer von der Küste Marokkos und 1000 Kilometer vom portugiesischen Festland entfernt.

Die Pracht und Vielfalt der subtropischen Vegetation schlägt jeden Besucher in ihren Bann. Als João Gonçalves Zarco die dicht bewaldete Insel vulkanischen Ursprungs 1419 entdeckte, gab er ihr den Namen llha da Madeira, "Insel des Holzes': Von Heinrich dem Seefahrer ausgesandt, um der Welt zu beweisen, daß hinter dem Horizont nicht nur Gefahren, sondern auch Schätze liegen, markiert Zarco mit seiner Entdeckung den Beginn des goldenen Zeitalters Portugals.



Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich die Insel zu einem bedeutenden Stützpunkt der portugiesischen Seefahrer: Auf ihrem Weg nach Übersee ankerten sie regelmäßig im Hafen von Funchal, um sich für ihre Reise mit den Reichtümern der Insel einzudecken, Lebensmittel und dem schon damals berühmten Wein. Dabei erkannte man, daß die Weine die Seereisen besser überstanden, wenn sie mit Alkohol angereichert wurden. Und man entdeckte, daß die Vinhos da roda nach ihrer langen Reise im Rumpf der Schiffe besser schmeckten als der junge Wein auf der Insel.

Malvasia Roxa:
Fortan wurde der Madeira-Wein als willkommener Ballast mitgeführt, um so seiner Reife entgegenzusegeln. Daraus entwickelte sich das spezielle Estufagem Verfahren, bei dem der Wein abwechselnd in warmen Räumen über 50 Grad und dann bei kühleren Temperaturen gelagert wird, um jenen typischen Charakter zu erzielen wie vormals auf See. Die edelsten Rebsorten und ihre Weine In Madeira kennzeichnen die Namen der wichtigsten Rebsorten auch die der jeweiligen Weine und damit gleichzeitig ihren Charakter und Stil. Wie es dem Qualitätsstandard eines DOC-Gebietes entspricht, müssen Madeira-Weine mindestens 85 Prozent der auf dem Etikett angegebenen Traubensorte enthalten.


Malvasia:

Die gehaltvollen Trauben, in den tiefer gelegenen Gebieten entlang der Südküste angebaut, ergeben die dunkelsten und süßesten Weine, die beim Reifen im Faß noch an Fülle und Konzentration gewinnen und dabei ihre kräftige und ausbalancierte Säure bewahren. Gelungener kann ein Dessertwein kaum sein.

Verdelho:
Weine mit kräftigerer Farbe, die im Alter häufig eine außergewöhnlich rauchige Komplexität entwickeln. Die Rebsorte reift früher als Sercial und wird gerne zu halbtrockenen Madeiras ausgebaut.

Sercial:
Meist auf den oberen, schwer zugänglichen Terrassen der steilen Weinberge angebaut und spät geerntet, ergibt die Traube einen trockenen, hellen Wein mit markanter Säure. Nach mindestens zehn Jahren Lagerung entwickelt Sercial ein delikates mandel ähnliches Aroma. Ein Sercial eignet sich ideal als trockener Aperitif.

Bual:
Diese Rebsorte, auch Boal genannt, wird über wiegend auf der wärmeren Südseite der Insel angebaut. Der Wein ist dunkler und entwickelt nach dem Aufspriten einen halbsüßen Charakter mit der für alle Madeirasorten typischen Säure.

Qualität für die Ewigkeit
Madeiras Weine sind bekannt für ihre unsterbliche Qualität. Selbst Weine aus hundert- oder zweihundertjährigen Beständen präsentieren sich bei der Verkostung absolut perfekt. Aufgrund ihres einzigartigen Geschmacks und würdigen Charakters sind sie weltweit bei Kennern als kostbare Rarität begehrt. Da die gebirgige Insel nur über ca. 1.700 Hektar Anbaufläche auf teils waghalsig an steilen Berghängen angelegten Terrassen verfügt, werden die Trauben für diese seltenen Weine auch heute noch wie vor Generationen per Hand geerntet. In der Regel werden für Madeira mehrere Jahrgänge verwendet, nur in Spitzenjahren wird er als Jahrgangswein aus gebaut. Die Altersangabe auf der Flasche bezieht sich immer auf den jüngsten Anteil im Wein, wobei sich Madeira hinter der Bezeichnung finest ein Alter von mindestens 3 Jahren verbirgt, bei reserve mindestens 5, bei special reserve 10 Jahre und extra reserve 15 Jahre.

Madeira Vintage ist ein Jahrgangswein, der 20 Jahre im Faß und weitere
2 Jahre auf der Flasche gereift ist.

Die wichtigsten Rebsorten:

Rot: Bastardo, Malvasia Roxa, Negra Mole, Tinta da Madeira und Verdelho Tinto
Weiß: Boal, Malvasia Cândida, Sercial, Terrantez und Verdelho Branco

DOC: Denominação de Origem Controlada stellt die höchste Stufe der portugiesischen Qualitätsweine dar, entsprechend der französischen AOC-Regelung. Derzeit verfügen 15 Regionen über das DOC-Siegel. IPR: Indicação de Proveniência Regulamentada ist die neu eingeführte zweite Stufe der portugiesischen Qualitätsweine, entsprechend der französischen VDQS-Regelung. Derzeit existieren 25 IPR-Regionen. Am gebräuchlichsten auf Etiketten ist aber die Bezeichnung VQPRD (Vinhos de Qualidade Produzidos em Região Determinada), die für beide Stufen als allgemeine Bezeichnung für Qualitätsweine verwendet wird.

 

PRIVATE DEGUSTATIONEN

Auf Wunsch organisieren wir für Ihren Anlass, private Weindegustationen bei Ihnen zu Hause, im Geschäft oder in unserem Ladenlokal.